12.07.2013 : Hansestadt Rostock
Mitte 2011 hatte ich die Unterlagen (Stadtplan/Rundgang) für die Stadt an der Warnow bereits ausgedruckt, aber nie war das Wetter oder der Zeitpunkt da, um diese Hansestadt zu besuchen. Dank Deutschlandpass der Bahn und der guten Wetterlage habe ich heute die vierstündige Fahrt in die Hansestadt angetreten.
Morgens war es bei uns noch bedeckt. Die Wettervorhersage war für den Norden als auch den Süden gut. Meine Entscheidung fiel auf die Fahrt in Richtung Norden. Der gleiche ICE gestern, mit dem Unterschied das ich mir den Wagen 14 mit nur einem Mitreisenden teilte.
In Höhe Uelzen klärte sich der Himmel langsam auf. Zur Auswahl hatte ich als Ziele Rostock oder Husum wo ich gestern durchgefahren bin. Obwohl kein Markttag in Husum war, machte das Wetter um 9 Uhr noch keinen berauschenden Eindruck, in Rostock dagegen zeigte sich an der Webcam schon blauer Himmel. Von der Fahrtzeit hergesehen sind beide Ziele fast zeitgleich erreichbar. Nach Husum bleiben 10 min Umsteigezeit und nach Rostock sind es 40 min, die es möglich machten der DB Lounge einen Besuch abzustatten. Ein Capuccino mit Croissant lies ich mir schmecken. Ich staunte nicht schlecht als ein ca. 13-14 Jähriger mit einem Deutschlandpass ebenfalls den Weg in den 1. Klasse Bereich wählte.
Der Startbahnhof meines IC war ebenfalls Hamburg Hbf. Etwa 10 min vor Abfahrt wurde der Zug bereit gestellt, wie gestern ein Redesign-IC mit – soweit ich es sehen konnte – geringer Auslastung. APS wurde nicht angeboten, ansonsten verlief die Fahrt pünktlich bis Rostock. Nur zwei Halte: Schwerin und Bützow. In der Vergangenheit hatte ich von Streckensperrungen und Busersatzverkehr um Schwerin gelesen. Vom Gefühl her würde ich sagen, das die Fahrt im Vergleich von vorhergehenden Fahrten bedeutend schneller vonstatten ging, aber ein Blick in alte Fahrpläne sagte mir: Es ist einfach nur ein „Gefühl“ gewesen.
Die Hansestadt an der Warnow begrüßte mich mit blauem Himmel und einer erfolgreichen Fototour stand nichts mehr im Wege. Auffallend waren die viele mobilen Bratwurststände als auch stationäre Bratwurstimbisse. Der Rundweg gestaltete sich so, das ich wenig „Autoverkehr“ mitbekam, die Haupteinkaufsstraße – Kröpelinger Straße – macht einen gemütlichen Eindruck. Ich hatte mir bereits im August 2011 eine Empfehlung für einen Stadtrundgang ausgedruckt, bei dem war eine Zeitangabe von zwei Stunden vermerkt. Zeitlich kommt das auch hin, aber man sollte nicht den Weg vom Bahnhof in das Zentrum unterschätzen, welchen man allerdings auch mit der Straßenbahn zurücklegen kann. Mein Rundgang führte mich vom Bahnhof in Richtung ehem. Stasigefängnis (Grüner Weg) und weiter über das ehemalige Kloster weiter zum Kröpeliner Tor. Von dort über Universitätsplatz und Marienkirche zum Neuen Markt am Rathaus. Weiter zum Kuhtor, der Nikolai- und Petrikirche. Danach einen Abstecher an die Warnow und anschließend zurück via Neuen Markt und Steintor zum Bahnhof. Hierfür habe ich etwa 3 ½ Stunden benötigt.
Die gleiche Zuggarnitur von der Hinfahrt brachte mich auch wieder zurück nach Hamburg. Der Zug ist über Dammtor nach Altona gefahren. Aus unerklärlichen Gründen wurde ich gleich nach dem Einsteigen kontrolliert. Nachdem der gestrige einteilige ICE 2 richtig voll war bin ich in Dammtor umgestiegen. Heute jedoch das Gegenteil: im Hauptbahnhof sind ca. 20-30 Personen in den Wagen eingestiegen, von Auslastung kann keine Rede sein und somit verlieg die Fahrt ruhig bis zum Ausgangsbahnhof Hannover.